Unser Freund Mutzel war mal wieder mit dem Packraft unterwegs und hat sich mit zwei Kumpels ein paar Caches geholt. Ende Dezember war es auch in Brandenburg schon etwas kälter, da waren die neuen HIKANOE Burans mit Spraydeck und Schürze praktischer als offene Boote.

Viel Spaß und Inspiration mit Mutzels Beschreibung. Ich fand es nur ein wenig schade, dass Elon Musk keine Zeit hatte mitzucachen, obwohl die Tour extra in Grünheide startete….

Es gibt kein schlechtes Wetter?

Tja, warum kommt man auf die Idee, im Winter bei 1°C über Null mit dem Packraft zu cachen? Ganz einfach, weil man es im Sommer immer wieder verschoben hat. Die Geocaches auf dem Werlsee wollte ich schon seit dem Frühjahr angehen. Irgendwie kam aber immer etwas dazwischen. So entstand aus einer Laune heraus der Plan, es doch trotz der geringen Temperaturen einfach zu tun. Am frühen Morgen überkam uns dann, bei besagtem 1°Celsius, doch leichte Skepsis, welche aber einfach mal zur Seite geschoben wurde. Wir zogen uns warm an, packten die Packrafts in den Kofferraum und los ging es. Uns beiden hatte sich sogar noch ein Cacher angeschlossen, der dieses Hobby aber kaum noch betreibt.

Start in Grünheide – ohne Elon Musk

Auf dem See kam die Sonne hervor und es wurde verhältnismäßig warm, was natürlich auch an den zwei Schichten Klamotten lag, die wir anhatten. Die Natur bei diesem Wetter ist der Hammer. Das Wasser ist glasklar und es ist ziemlich still. Hier und da kann man aber doch Vögel sehen.
Nach einiger Zeit, die wir nur dahintrieben und die Sonnenstrahlen genossen, ging es dann zur Insel auf der ein Tradi zu finden war. Nachdem wir angelegt und die Boote aus dem Wasser gezogen hatten, war dieser auch schnell gefunden. Da auf der Insel auch der Start eines weiteren Caches war, schauten wir uns die Insel an und fanden einen kleinen „Lost Place“.

Reiche Cacher-Ernte

Hier begann der Wherigo, eine virtuelle Aufgabe, die auch GPS-basiert ist. Um diese zu erfüllen, mussten wir in die Boote steigen und mehrere Male zwischen Insel und Ufer hin- & herpaddeln. Dabei kam man gut ins Schwitzen und von den kalten Temperaturen, merkten wir nicht viel. Als die Aufgabe gelöst war, fuhren wir noch mit dem Packraft zur Dose, welche auch schnell gefunden wurde. Wir verewigten uns im Logbuch und fanden noch einen weiteren Wassercache ganz in der Nähe. Den wollten wir unbedingt noch beginnen. Uns blieben nur noch ca. 1,5 h bevor es dunkel wurde und so paddelten wir diverse Stationen ab und legten einige Kilometer zurück.

Packrafting im Winter

Nun kam aber nun doch langsam der Punkt, dass sich die Kälte bemerkbar machte. Die Sonne war mittlerweile verschwunden und es wurde trüber. So begaben wir uns auf den Rückweg, um noch im Hellen das Ufer zu erreichen. Natürlich ließen wir uns auch ein letztes Mal treiben und genossen die Natur.
Am Ufer angekommen, waren die Boote schnell aus dem Wasser genommen und abgetrocknet. An Land kroch nun auch die Kälte durch die Klamotten und wir packten die Boote in Kofferraum, sodass wir schnell die Sitzheizung genießen konnten.
Alles in allem war es eine schöne Runde. Es war weniger kalt als gedacht. Man merkte nach einiger Zeit die Kälte des Sees durch den Bootsboden an den Waden. Hob man diese ein wenig an, ging es aber ohne Probleme. Zum Ende hin merkte man natürlich auch das kalte Wasser, welches sich trotz Spritzschutzes einen Weg auf die Hose bahnte. Zum Schutz der Waden, nimmt man nächstes Mal eine kleine Decke mit und zum Schutz der Hose legt man zusätzlich noch die Schürze an.
Fazit: Man kann auch bei niedrigen Temperaturen packraften. Mit den richtigen Klamotten und der entsprechenden Ausrüstung macht das richtig Spass. Was soll man auch in der heutigen Zeit sonst so tun 😀
Euer Mutzelgürkchen