Der ein oder andere mag sich fragen, wie ein doch relativ voluminöses Schlauchboot so schnell aufgebaut werden kann. Die Antwort ist simpel, wie das Aufblasen des Packrafts auch. Mit dem mitgelieferten Aufblasesack (engl.: inflation bag) wird mit jedem „Pumpstoß“ ein ziemlich großes Luftvolumen in die Schläuche des Packrafts gedrückt. Im Video auf unserem Youtube-Kanal könnt ihr sowohl eine Aufbauanleitung als auch die Zusammenbauanleitung finden. Hier zeigen wir bewusst langsam und ohne Hektik wie ein Packraft aufgeblasen bzw. wieder zusammengerollt werden kann. Im Eigenversuch haben wir es bereits geschafft ein Boot in unter 3 Minuten aufzublasen.

Falls ihr immer noch Frageziechen habt, hier kommt die Erklärung wie das geht. Mathematisch lässt sich die Anzahl von notwendigen Pumpstößen um ein Ein-Personen-Packraft aufzupumpen wie folgt herleiten.

Volumen eines Packrafts

Das Packraft (hier beispielhaft unser HIKANOE OROSHI 250) hat vereinfacht folgendes Luftvolumen:

Volumen einer Luftkammern  = 250 cm * 3,14 * (15 cm)² = 0,176 m³

Das Volumen beider Kammern sind folglich rund V2 = 0,35 m³.

Volumen des Luftsackes

Der Aufblasesack selber kann abgeschätzt folgendes Volumen fassen:

VLS = a * b * ½ c * Nutzungsgrad = 90 cm * 60 cm * 20 cm * 60% = 0,065 m³

Anzahl der Pumpstöße zum Aufblasen eines Packrafts

Die Anzahl der Pumpstöße ergibt sich in dieser theoretischen Herleitung also als Quotient aus V2 und VLS:

Anzahl Pumpstöße = V2 / VLS = 0,176 m³ / 0,065 m³ = 5,5

Die Praxis zeigt, dass etwas mehr in das Aufblasen des Packrafts investiert werden muss. 7…10 Pumpstöße sind realistisch. Zum Abschluss des Aufblasevorgangs empfiehlt sich das Nachpumpen mit dem Mund. Auch hier sind 5 bis 10  Lungenhübe mehr als genug um ein wirklich prall gefülltes Boot zu gewährleisten.

Tipp: Wir haben uns angewöhnt, vor dem Einsetzen ins Wasser noch 2 bis 3 Mal nachzupusten, da das kalte Wasser die Luft in den Luftkammern ebenso abkühlt. Das führt unweigerlich zu einer geringfügigen Verringerung des Luftvolumens, was gerade in der kälteren Jahreszeit merklich ist.

Gute Fahrt und wir freuen uns über Berichte von neuen Rekordzeiten beim Auf- und Abbau.