Dauer: 03:00 bis 05:00 | Entfernung: 13 km | Beste Zeit: Mai – Oktober | Paddeltour | An- / Abreise: S-Bahn Heiligensee, U-Bahn Zitadelle

Beschreibung:

In Spandau und Tegel gibt es schier unbegrenzte Möglichkeiten sich auf dem Wasser zu vergnügen oder zu verausgaben. Wer am Ufer der Havel im Norden Spandaus eine gar nicht so lange Pause macht sieht zwischen kleineren und größeren Motorbooten, dem gelegentlichen Schubverband auch viele Sportruderboote und auch Rennkanuten. Da die Havel keine wirkliche Strömung aufweist, sind die Trainingsbedingungen für Kanuten und Ruderer ideal, die größte Gefahr für die schmalen Bote sind die Wellen der motorisierten Schiffer. Der folgende Tourenvorschlag geht über ca. 12km und je nach Paddelgeschwindigkeit, Sightseeing und Pausen, sind wir 3-5 Stunden unterwegs. Vorab: es gibt eine Möglichkeit die leidige Frage der festen Verleihstationen und des damit eingeschränkten Tourenradius zu umgehen: Packrafts. So können wir diese Tour von A nach B und nicht als Rundtour angehen. Dazu später mehr.

Streckenverlauf:

Für Wochenendpaddler gibt es auf und um die Havel tolle Möglichkeiten. Wir an der nördlichen Stadtgrenze in Heiligensee, ungefähr auf Höhe des Heiligenseer Kanuclubs. Zuerst paddeln wir zwischen dem Spandauer Forst, Heiligensee und Konradshöhe nach Süden. Für mich als Friedrichshainer, ist es immer wieder unglaublich, dass das auch Berlin ist und es macht schlicht Freude einen sonntäglichen Mini-Wasserurlaub in der eigenen Stadt zu verbringen. Wobei wir für die erste Zeit rechterhand noch Brandenburg passieren. Mit dem Jagdhaus Spandau erreichen wir eine erste Möglichkeit eine Pause einzulegen. Das Jagdhaus Spandau ist eine bekannte Ausflugsgaststätte mit Tradition. Weiter nach Süden öffnet sich die Havel nach links zum Tegeler See. Wenn wir rechterhand die Wasserstadt Spandau erreichen, könnten wir links in den Tegeler See abbiegen und eine der Inseln auf der Grenze zwischen Tegeler See und Havel besuchen. Weiter nach Süden die Havel hinunter, vorbei an Eiswerder, erreichen wir mit einem der Höhepunkte auch das Ende der Tour. Vor uns liegt die Zitadelle Spandau. Eine Umrundung im Burggraben und ein Bierchen im Garten der Zitadellenwirtschaft bilden einen würdigen Endpunkt unseres Paddelausflugs.

Packraft mieten für Dein Wochenende auf dem Wasser:

Einen sonnigen Tag in gutgelaunter Gesellschaft auf dem Wasser verbringen, einen besseren Samstag oder Sonntag wird es kaum geben. Die beschriebene Tour birgt keine technischen Schwierigkeiten, keine Gefahren (Nichtschwimmer sollten nicht Paddeln gehen) und bietet viel Abwechslung und einen tollen neuen Blick auf unsere Stadt. Nur, wie oben schon angeschnitten, kann ich unabhängig von Verleihstationen oder Bootstransporter eine Tour von Heiligsee zur Zitadelle Spandau machen? Eine Antwort darauf sind Packrafts. Das sind sehr leichte (mit Paddel weniger als 5 kg), sehr gut verstaubare (40l Rucksack) und sehr schnell aufbaubare Boote (weniger als 5 Minuten). Kanus und Kajals haben eine deutlich bessere Geradeauslaug als Packrafts, die Flexibilität des Packrafts ist aber unschlagbar (Link zu Vor- und Nachteile eines Packrafts). Unsere Tour beginnt und endet also nicht direkt am Wasser, sondern sie startet a S-Bahnhof Heiligensee und damit 10 Minuten vom Einstiegsunkt entfernt und endet am U-Bahnhof Zitadelle, knappe 10 Minuten vom Ausstiegspunkt entfernt. Das ist der Zauber der Packrafts. Mit U- und S-Bahn zur Haveltour. Wenn Ihr keine 12km fahren wollt – steigt weiter südlich ein oder oberhalb der Zitadelle aus. Busse gibt es immer. Und wer kein Packraft hat, kann sich auch eines Mieten. An- und Rücklieferung erfolgt einfach per DHL. Viel Spaß!

Was bietet diese Tour noch:

Auf jeden Fall einen Rundgang durch die Zitadelle. Vor dem Ausstieg am besten einmal durch den Festungsgraben paddeln.Statt zum U-Bahnhof Zitadelle könnt Ihr den Heimweg auch Richtung Altstadt Spandau antreten.