Kann eine Kanutour in Brandenburg ein Mikroabenteuer sein?

Es kommt wie immer auf die Betrachtungsweise an! Alastair Humphreys, der Vater des Gedankens bzw. der mittlerweile recht großen Bewegung des „Microadventures“ beschreibt es als ein einfaches Outdoor-Event. Dieses soll „kurz, einfach, lokal, günstig und trotzdem aufregend, lustig, herausfordernd, erfrischend und bereichernd” sein und bietet somit einen Rahmen aber keine fixe Definition. Für mich kann alles ein „Microadventure“ sein, was draußen, mit minimalem Aufwand und abseits des täglichen Tuns stattfindet. Christo Foerster ein Pionier der deutschen Bewegung trifft es mit seinem Hashtag #rausundmachen auf den Punkt. Es geht einfach darum „etwas“ zu tun!

Das kleine Abenteuer vor deiner Haustür

Und so fällt es mir leicht die Kanutour mit dem HIKANOE-Packraft als mein kleines Abenteuer direkt vor der Haustür zu interpretieren.  Das Kanu ist in diesem Fall natürlich ein aufblasbares Rucksackboot und verschwindet bei der kombinierten Land-, Wasser-, Landstrecke auf festem Boden im Rucksack. Zusammen mit den Paddeln und dem Zubehör komme ich gerade auf 8 kg und die kann ich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag tragen, ohne dass es mich stört.

Los geht’s zu Fuß

Gestartet wird in den Tonbergen in Wildau-Hoherlehme. Die langsam versandende Tonkute steht auch heute noch als Zeitzeuge für den massiven Tonabbau in und um Wildau. Durch die schöne Industriearchitektur der Schwartkopff-Siedlung geht es zur Dahme. Das Einsetzen am verlängerten Dahmewanderweg (kurz hinter dem Abzweig Fontane- und Paul-Gerhardt-Weg) ist anch 10 Minuten Aufbauarbeit leicht bewerkstelligt. Die Einsatzstelle ist sanft abfallend und ideal geeignet für den Einstieg in das Rucksackboot.

Jetzt wird’s nass

Die Fahrt auf der „wendischen Spree“, wie sie schon Fontane nannte, macht viel Spaß. Der Blick aus dem Boot auf das Ufer hat immer etwas Reizvolles und lässt selbst bekannt Strecken komplett anders und neu erscheinen. Die Fahrt im September macht durch den geringen Motorbootverkehr richtig Spaß. Fehlende Winde und Wellen vereinfachen die Fahrt mit dem doch eher geruhsam dahin gleitenden Packraft.

„Zum Wasserfreund“ in Niederlehme ist eine Institution gerade für Wasserwanderer. Die Stege machen das Ein- und Aussteigen einfach und die große Wiese hinter dem Restaurant lädt zum Sitzen und Beobachten des Dahmegewässers ein. Die Speisen sind hausgemacht und preiswert, Lutz ein sehr freundlicher Gastgeber und das Bier schmeckt.

Zurück per pedes

Nach der Verköstigung geht auf dem Land Richtung Königs Wusterhausen weiter. Das Einpacken ist schnell erledigt und es kann die etwas langatmige Strecke bis zum Niederlehmer Luch angegangen werden. Das Luch selber ist eine absolute Perle und ist immer ein Besuch wert. Der Lehrpfad rund um das Wasser ist für Jung und Alt sehr empfehlenswert.

Über das Hafengelände in Königs Wusterhausen (Achtung Werksgelände) wird der Aufstieg in die Lauseberge gemeistert und dabei die schon erwähnten Fontane- und Paul-Gerhardt-Wege genutzt.

#rausundmachen

Eine schöne Tagestour von 16 km im Brandenburger Dahmeland, die ich als kleine Flucht aus dem Alltag jedem wärmsten ans Herz legen kann. Packrafts bekommt ihr natürlich bei uns im Kanuverleih. Wir schicken euch die Packrafts einfach nach Hause und ihr könnt euer eigenes Abenteuer vor der Haustür erleben.

Der Weg zu eurem Mikro-Abenteuer jedoch: #rausundmachen!